
Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung



Wohnungen für alle statt Millionen für Wenige.
Wir sind die 85 % – die Mieterinnen und Wohnungslosen Berlins!
Raus auf die Straße, komm kurz vor der Berliner Wahl zum Abgeordnetenhaus zur großen Demonstration gegen die Wohnungskrise!
Menschen (obdachlos, wohnungslos, Vertreter:innen dieser Gruppen) wollten am Tag der Architektur, dem 27. Juni 2026, in Westend um sich den Neubau von Heimstaden anschauen.
Sie wollten Nachfragen zu den Mietpreisen und zum Anteil an sozialgebundenen Wohnungen in diesem Neubau stellen. Auch, warum so viele Wohnungen nach Abschluss der Bauarbeiten immer noch leer stehen, wenn die Zahl an Menschen, die dringend Bedarf an Wohnraum haben, stetig steigen.
WeiterlesenDer Immobilienkonzern Heimstaden hat am Spandauer Damm in Charlottenburg ein Neubauprojekt fertiggestellt und kündigt weitere an. Was als Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes dargestellt wird, erweist sich als das Gegenteil: Das Neubauprogramm geht am Bedarf vorbei und geht auf Kosten von uns Mieter:innen.
WeiterlesenHeimstaden verwendet in manchen Häusern für die Ermittlung des Warmwasseranteils an dem Gesamtenergieverbrauch eine nicht mehr zulässige Formel aus § 9 der Heizkostenverordnung. Laut Urteil des Bundesgerichtshofs von 2022 können wir Mieterinnen bei Verwendung dieser unzulässigen Formel die Heiz- und Warmwasserkosten pauschal um 15 % kürzen, da die Abrechnung dann nicht als verbrauchsabhängig gilt.
Wie kann ich erkennen, ob die unzulässige Formel verwendet wurde?
Die Formel ist in dem Teil der Abrechnung zu finden, die vom Dienstleister Minol stammt, und zwar im Abschnitt „Gesamtabrechnung des Gebäudes für Heizung und Warmwasser„. Wenn dort unter „Berechnung und Verteilung der Kosten für Warmwasser“ die folgende Formel steht, wurde die unzulässige Formel verwendet und ihr könnt mit Hilfe des unten genannten Musterschreibens um 15 % kürzen. Statt der Pünktchen stehen bei euch eure persönlichen Verbrauchswerte.

In eurer Heimstaden-Nebenkostenabrechnung sieht das zum Beispiel so aus:

Um diese Kürzung vorzubereiten, muss jede betroffene Mietpartei Heimstaden ein Schreiben nach folgendem Muster schicken. Bitte ersetzt die Pünktchen durch die Namen / Zahlen aus eurer Abrechnung. Sorgt dafür dass ihr den Eingang eures Schreibens nachweisen könnt, am besten indem ihr es per Einschreiben oder Email oder Ticket bei MyHome schickt. Wir haben 12 Monate nach Erhalt der Abrechnung Zeit, diese Einwendung abzuschicken. Danach verfällt unser Anspruch auf Erstattung. Also los – Holen wir uns unser Geld zurück!
Solange Regierungen und Parlamente uns Mieter:innen vor Konzernen wie Heimstaden nicht wirksam schützen, machen wir unseren Mietendeckel eben selbst und senken massenhaft die Miete.
Im Rahmen der globalen Housing Action Days haben wir eine große Flyerkampagne in rund 130 Häusern gestartet, die Heimstaden dem Konzern GMRE / Gabriel International abgekauft hat. Mit den Flyern informieren wir, dass Mietverträge, die noch mit dem Vorbesitzer GMRE / Gabriel International abgeschlossen wurden, ungültige Indexklauseln enthalten – denn diese Klauseln sehen eine einseitig dem Vermieter vorbehaltenen Mietanpassung vor.
Weiterlesen§ 2 Miete
Nach Ablauf der Staffelmietvereinbarung ist der Vermieter berechtigt, die Nettomiete nach Maßgabe des § 557 b BGB (Indexmiete) anzupassen. Er wird das Verlangen schriftlich erklären. Die Basis für das Verlangen bildet die Änderung des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Lebenshaltungskostenindex aller privaten Haushalte in Deutschland (Basis 20xx = 100 Punkte).oder
Der Vermieter ist berechtigt, die Nettomiete nach Maßgabe des § 557 b BGB (Indexmiete) anzupassen. Er wird das Verlangen schriftlich erklären. Die Basis für das Verlangen bildet die Änderung des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Lebenshaltungskostenindex aller privaten Haushalte in Deutschland (Basis 20xx = 100 Punkte).
Spätestens seit Anfang der 2000er Jahre, als der rot-rote Senat in Folge des von der CDU und FDP verursachten Berliner Bankenskandals große Bestände der landeseigenen Wohnungen an private sogenannte Investoren verkauft hat, greift eine stetig aggressiver werdende Gentrifizierung in unser aller Leben ein. Das ist für uns immer wieder unfassbar und schockierend.
Weiterlesen
Kommt und unterstützt Mieter:innen aus Neukölln, die sich gegen die Befristung ihres Mietvertrags durch Heimstaden wehren.
Unsere Wohnungen sind unser Zuhause und keine Kapitalanlage!